Engagement- und Beteiligungsstrategie

1. Einführung

1.1 Ausgangslage und Motivation

Umkirch ist eine lebendige Gemeinde mit einer aktiven Zivilgesellschaft, zahlreichen Vereinen, Initiativen und engagierten Bürger:innen. Gleichzeitig zeigen gesellschaftliche Entwicklungen, dass Engagement nicht mehr selbstverständlich ist. Die Rahmenbedingungen verändern sich – sowohl auf individueller als auch auf struktureller Ebene. Diese Strategie wurde entwickelt, um auf diese Veränderungen zu reagieren und das freiwillige Engagement sowie die Beteiligung der Bürgerschaft zukunftsfähig zu gestalten.

1.2 Gesellschaftlicher Wandel und lokale Herausforderungen

Der demografische Wandel, zunehmende Individualisierung, Digitalisierung, Migration und globale Krisen wirken sich auch auf das Zusammenleben und die Engagementbereitschaft in Umkirch aus. Zugleich wachsen die Anforderungen an das Ehrenamt – etwa durch Bürokratie, Komplexität und Zeitdruck. Diese Herausforderungen bedürfen neuer Lösungsansätze und einer strategischen Wei­terentwicklung kommunaler Strukturen für Engagement und Beteiligung.

1.3 Warum eine „Sorgende Gemeinschaft“?

Die Idee der „Sorgende Gemeinschaft“ beschreibt eine solidarische, achtsame und unterstützende Gesellschaft, in der sich Menschen füreinander engagieren und gemeinsam Verantwortung überneh­men. Umkirch möchte mit dieser Strategie die Grundlagen dafür schaffen, dass Engagement ge­stärkt, gesellschaftlicher Zusammenhalt gefördert und Mitgestaltung auf Augenhöhe ermöglicht wird.

1.4 Strategieentwicklungsprozess

Die Engagement- und Beteiligungsstrategie wurde in einem mehrstufigen Prozess entwickelt. Grundlage waren Workshops mit lokalen Akteur*innen, Gespräche mit Engagierten, Politik, Verwal­tung und Unternehmerschaft, eine Bestandsaufnahme vorhandener Strukturen sowie die Auswer­tung relevanter Daten. Ziel war es, eine praxisnahe und anschlussfähige Strategie zu entwerfen, die den lokalen Gegebenheiten gerecht wird und die Vielfalt der Perspektiven in Umkirch berücksich­tigt.

2. Zielsetzung der Strategie

2.1 Vision

Umkirch entwickelt sich zu einer „Sorgenden Gemeinschaft“ – einer Gemeinde, in der bürger­schaftliches Engagement, soziale Verantwortung und Mitbestimmung selbstverständlich gelebt wer­den. Die Vision ist ein lebendiges, vielfältiges Miteinander, in dem sich Menschen aller Generatio­nen und Hintergründe aktiv einbringen können und wollen.

2.2 Leitziele

Die Engagement- und Beteiligungsstrategie verfolgt folgende übergeordnete Ziele:

  • Stärkung der lokalen Engagementkultur und des sozialen Zusammenhalts
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement
  • Förderung von Beteiligung und Mitgestaltungsmöglichkeiten für alle Bevölkerungsgruppen
  • Entwicklung einer Anerkennungs- und Unterstützungskultur
  • Nutzung der Chancen von Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Engagement und Teilhabe

2.3 Zielgruppen

Die Strategie richtet sich bewusst an eine breite Vielfalt von Menschen in Umkirch:

  • Engagierte Bürger:innen und Ehrenamtliche
  • Vereine, Initiativen, kirchliche und gemeinnützige Organisationen
  • Jugendliche, Familien, Senior:innen, Zugezogene, Menschen mit Migrationshintergrund
  • Personen, die bisher (noch) nicht engagiert sind, aber Interesse an Mitwirkung haben

Ziel ist es, sowohl bestehendes Engagement zu stärken als auch neue Zielgruppen für Beteiligung zu gewinnen.

3. Rahmenbedingungen – Zahlen, Daten, Fakten

3.1 Demografische Entwicklung

Umkirch wächst – die Einwohnerzahl hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Gleich­zeitig verändert sich die Altersstruktur: Der Anteil älterer Menschen steigt, während junge Familien und Zugezogene neue Impulse in die Gemeinde bringen. Diese Entwicklungen wirken sich auf das Engagementpotenzial ebenso aus wie auf die Bedarfe und Themen in der Beteiligung. Die Anzahl der Einzelhaushalte wächst kontinuierlich.

Einzelhaushalte in Deutschland
1950 6%
2022 41%
2023 In Deutschland lebten 34,6 % der Menschen ab 65 Jahren allein. Frauen in dieser Alters­gruppe sind häufiger alleinlebend als Männer. Einsamkeitsempfinden bis hin zur Vereinsamung nimmt generationsübergreifend zu.

3.2 Bestehende Engagementlandschaft

Die Gemeinde Umkirch verfügt über eine vielfältige Engagementstruktur. Zahlreiche Vereine, kirchliche Gruppen, soziale Initiativen und private Netzwerke prägen das Gemeindeleben. Neben dem klassischen Vereinswesen gibt es zunehmend auch informelle Formen der Hilfe und Selbst­organisation, etwa in Nachbarschaften oder themenspezifischen Projekten. Ein wichtiger Faktor für sozialen Zusammenhalt.

3.3 Beteiligungserfahrungen

Umkirch blickt auf Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung zurück, etwa im Rahmen der Gemeinde­entwicklung von Bauprojekten, Gemeindestrategien oder Bürgerdialogen. Dabei wurde deutlich: Beteiligung wird gewünscht – jedoch müssen Formate niedrigschwellig, verständlich und transpa­rent sein, um wirklich Wirkung zu entfalten und unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen.

3.4 Ressourcen & Infrastrukturen

Engagement braucht Raum, Zeit und Unterstützung. In Umkirch stehen verschiedene gemeindliche Einrichtungen, Veranstaltungsorte und Treffpunkte zur Verfügung. Auch die Verwaltung bringt Engagementfreundlichkeit ein – doch es fehlt teilweise an struktureller Unterstützung, Koordination und sichtbarer Anerkennung. Um diese Potenziale zu heben, braucht es gezielte Investitionen in Infrastruktur, Personal und Kommunikation.

4. Synergien mit bestehenden Konzepten und Strategien

Die Engagement- und Beteiligungsstrategie steht nicht isoliert, sondern knüpft an bestehende Pla­nungen, Konzepte und Entwicklungsprozesse in Umkirch an. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, Überschneidungen zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden.

In Umkirch bestehen bereits verschiedene Strategien und Arbeitsfelder, die sich auf das Gemein­wesen, das Zusammenleben und die aktive Mitgestaltung beziehen. Dazu zählen unter anderem:

  • Gemeindeentwicklungskonzept
  • Jugendförderkonzept
  • Sportstättenkonzept
  • Maßnahmen zur Integration und Teilhabe
  • Klimaschutzstrategien und nachhaltige Stadtentwicklung
  • Angebote der Seniorenarbeit und der Nachbarschaftshilfe

Diese Konzepte teilen zentrale Werte und Ziele mit der Engagement- und Beteiligungsstrategie: Partizipation, Inklusion, Solidarität und Zukunftsfähigkeit. Die neue Strategie baut auf diesen Grundlagen auf und trägt dazu bei, eine kohärente, gemeinwohlorientierte Gesamtstrategie für Umkirch zu entwickeln.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft ist dabei entscheidend. Die Engagementstrategie versteht sich als verbindendes Element – sie bringt Beteiligungsperspektiven in bestehende Vorhaben ein und stärkt die Wirksamkeit kommunalen Handelns.

5. Begriffsklärung: Ehrenamt, Bürgerengagement, Bürgerbeteiligung

5.1 Definitionen

Die Begriffe Ehrenamt, Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung werden oft synonym verwendet, bezeichnen jedoch unterschiedliche Aspekte zivilgesellschaftlicher Mitwirkung. Eine klare Abgren­zung hilft, Rollen, Aufgaben und Rahmenbedingungen besser zu verstehen:

  • Ehrenamt bezeichnet freiwillige, meist langfristige und organisierte Tätigkeiten, häufig in Vereinen oder Institutionen, oft mit einer gewissen Verbindlichkeit.
  • Bürgerengagement ist weiter gefasst und umfasst alle Formen freiwilligen und unentgelt­lichen Handelns für das Gemeinwohl – auch informell, projektbezogen oder digital.
  • (dialogische) Bürgerbeteiligung meint die Mitwirkung von Bürger:innen an politischen und planerischen Entscheidungen. Sie kann informell (z. B. Werkstätten, Dialogformate) oder formell (z. B. Beteiligungsverfahren bei Bebauungsplänen) erfolgen.

5.2 Engagementformen

Engagement zeigt sich heute in vielfältigen Formen:

  • klassisch: z. B. im Vereinsvorstand, bei der Feuerwehr oder im Besuchsdienst
  • projektbezogen: z. B. in Nachbarschaftsinitiativen, bei Aktionen zur Ortsverschönerung
  • digital: z. B. durch Onlineberatung, Social Media-Kampagnen, Petitionserstellung
  • politisch: z. B. durch Teilnahme an Bürgerinitiativen, Jugendparlamenten oder Aktions­gruppen

Diese Vielfalt ist eine Stärke – sie muss anerkannt, sichtbar gemacht und gefördert werden.

5.3 Beteiligungsspektrum und Stufen der Beteiligung

Bürgerbeteiligung kann auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Dialogische Bürgerbeteiligung umfasst Ebene 1 bis 3. Direkte Demokratie meint Ebene 4. Das gesamte Spektrum reicht von der Information bis zur Mitentscheidung. In der Regel wird die Stufe der Beteiligung vor einem Prozess im Gemeinderat festgelegt. Siehe „Qualität von Beteiligungsprozessen“ der Bertelsmann Stiftung.

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung dienen zur Beratung von Politik und Gemeinderat.

  • Informieren: Bürger:innen werden über Projekte und Vorhaben transparent informiert.
  • Konsultieren: Meinungen und Rückmeldungen werden eingeholt (z. B. durch Umfragen, Anhörungen, BürgerForen).
  • Mitgestalten: Bürger:innen bringen eigene Ideen ein und wirken aktiv mit (z. B. in Werk­stätten, Beiräten).
  • Mitentscheiden: Bürger:innen haben direkte Entscheidungskompetenzen (z. B. Bürger­entscheide, Bürgerräte).

Ziel ist es, Beteiligung in Umkirch entlang dieses Spektrums bedarfsgerecht und zielgruppenorien­tiert weiterzuentwickeln und aufsuchende Formen der Beteiligung auszubauen.

6. Zukunft des Engagements – Trends und Heraus­forderungen

6.1 Wandel der Engagementkultur

Engagement wird zunehmend individueller, projektbezogener und flexibler. Während klassische, langfristige Ehrenämter – etwa im Vereinsvorstand – weniger nachgefragt sind, gewinnen spontane, niedrigschwellige und digitale Formen an Bedeutung. Mehr Bürger:innen möchten sich punktuell, wirkungsorientiert und ihren Lebensphasen entsprechend einbringen.

Beispielhafte Entwicklungen:

  • Zunahme an Mikro-Engagements (z. B. Repair-Café, Pflanzaktionen)
  • Wunsch nach klarer Wirkung und persönlichem Sinn (Umkirch erleben)
  • Rückgang der Bereitschaft für langfristige Verpflichtungen

6.2 Digitalisierung und neue Formate

Die Digitalisierung eröffnet neue Räume für Engagement und Beteiligung: Online-Plattformen, digitale Nachbarschaftshilfen, virtuelle Vereinsarbeit oder hybride Beteiligungsverfahren ermög­lichen ortsunabhängige und zeitversetzte Teilhabe. Gleichzeitig erfordert sie neue Kompetenzen und technische Infrastruktur – sowohl bei Engagierten als auch bei Organisationen und Kommunen.

Herausforderungen:

  • Digitale Spaltung: Nicht alle Zielgruppen sind gleichermaßen digital affin
  • Datenschutz und digitale Sicherheit
  • Notwendigkeit zur Unterstützung und Schulung

6.3 Engagement in Krisenzeiten

Die Corona-Pandemie, globale Konflikte, Klimawandel oder wirtschaftliche Unsicherheiten wirken sich auf das Engagement aus – sowohl im positiven als auch im herausfordernden Sinn. Viele Men­schen haben in Krisenzeiten große Hilfsbereitschaft gezeigt. Gleichzeitig sind Organisationen mit Rückgang an Aktiven, Überlastung oder Unsicherheit konfrontiert.

Erkenntnisse:

  • Resiliente Strukturen sind zentral für krisenfestes Engagement
  • Solidarität ist mobilisierbar – benötigt aber Unterstützung
  • Neue Formen von Engagement entstehen oft informell und außerhalb etablierter Strukturen

6.4 Bildung, Selbstwirksamkeit und Sinnorientierung

Bürger:innen erwarten zunehmend, durch ihr Engagement etwas bewirken zu können – sei es im direkten Lebensumfeld oder gesellschaftlich. Selbstwirksamkeit und Sinnorientierung werden zu zentralen Motivatoren. Kommunale Strukturen sind daher gefordert, diese Aspekte gezielt zu fördern und Raum für Mitgestaltung zu schaffen.

Zentrale Aspekte:

  • Bildung und Qualifizierung stärken Engagementfähigkeit
  • Beteiligung muss ernst genommen und wertgeschätzt werden
  • Engagement braucht Raum für Mitsprache, Reflexion und Entwicklung

Fazit:

Die Engagement- und Beteiligungsstrategie Umkirch wird diesen Wandel aktiv gestalten. Sie schafft Rahmenbedingungen, die neue Formen des Engagements ermöglichen, traditionelle Strukturen stärken und Vielfalt in Beteiligung fördern. Damit kann Umkirch langfristig eine resiliente, partizipative und solidarische „Sorgende Gemeinschaft“ werden.

7. Handlungsfelder und Empfehlungen

7.1 Anerkennung und Würdigung

Anerkennung ist ein zentraler Motivationsfaktor für freiwilliges Engagement. Umkirch möchte eine Kultur der Wertschätzung stärken – sichtbar, regelmäßig und vielfältig.

Empfehlung aus dem 10-Punkte-Plan:

  • Jährliche Würdigungsfeier für ehrenamtlich Engagierte (Punkt 8)

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Entwicklung einer Engagementkampagne
  • Ehrenamtsabend oder öffentliche Würdigung
  • Sichtbarmachung von Engagement auf Social Media und im Nachrichtenblatt
  • Vergünstigungen in Freizeiteinrichtungen
  • Gutscheine
  • kostenlose Weiterbildungen

7.2 Engagementförderung und Ehrenamt stärken

Engagement braucht gute Rahmenbedingungen. Dazu gehören niedrigschwellige Zugänge, Qualifi­zierungsangebote und eine unterstützende Infrastruktur. Ehrenamt braucht Hauptamt. Dies zeigen weit über 100 kommunale Stellen in Baden-Württemberg und mindestens ebenso viele bei freien Trägern und Kirchen. Die kommunalen Koordinations- und Anlaufstellen sind nach Bedarfen der Kommune individuell aufgestellt. Die kommunalen Spitzenverbände haben jeweilige Fachberatun­gen als Ansprechpartner. Das Einwerben von zusätzlichen Fördermitteln durch diese Stellen kann beträchtlich sein.

Empfehlungen aus dem 10-Punkte-Plan:

  • Einrichtung einer Anlauf- und Beratungsstelle für Engagement und Beteiligung oder einer Freiwilligenagentur mit kommunalem Zuschuss für Personal- und Sachkosten (Punkt 4)
  • Förderung von Engagementprojekten auf Zeit (Punkt 7)

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Mikroförderungen für Projekte
  • Förderung partizipativer Vereinsstrukturen mit geteilter Verantwortung

7.3 Gesellschaftliche Teilhabe und Mitbestimmung ermöglichen

Beteiligung stärkt die Demokratie. Umkirch möchte neue Beteiligungsformate schaffen und beste­hende Strukturen weiterentwickeln.

Empfehlungen aus dem 10-Punkte-Plan:

  • Jährliches BürgerForum für Jung und Alt im Wechsel (Punkt 10)

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Durchführung thematischer Bürgerdialoge, 1x jährlich
  • Erprobung von Beteiligungsformaten wie Zukunftswerkstätten
  • Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche stärken

7.4 Gesundheit im Engagement fördern

Engagement darf nicht überfordern. Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Unterstützung bei Herausfor­derungen sind zentrale Themen.

Empfehlungen aus dem 10-Punkte-Plan:

Keine Empfehlung vorhanden, da bisher der Fokus auf strukturelle Grundlagen gelegt wurde. Gesamtgesellschaftlich zeigt sich jedoch, dass dies auch hier in absehbarer Zeit wichtig wird. Bereits jetzt zeigt sich, dass es im Umkircher Vereinsleben Nachwuchsschwierigkeiten gibt, was vereinzelt zu Überforderungen führen kann.

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Sensibilisierung für Grenzen im Ehrenamt
  • Angebote für Austausch, Supervision und Selbstfürsorge
  • Qualifizierung zu gesunder Engagementpraxis

7.5 Gutes Zusammenleben gestalten

Ein starkes Miteinander vor Ort ist die Basis für Engagement. Begegnung, Nachbarschaft und gemeinsames Tun stehen im Fokus.

Empfehlungen aus dem 10-Punkte-Plan:

  • Etablierung von Patenschafts-Modellen (Punkt 2)

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Förderung nachbarschaftlicher Projekte
  • Belebung öffentlicher Räume durch Beteiligung
  • Veranstaltungen für intergenerationellen Austausch

7.6 Soziale und kulturelle Vielfalt im Zusammenleben

Vielfalt ist Realität und Chance zugleich. Umkirch möchte Teilhabe aller ermöglichen und Hürden abbauen.

Empfehlung aus dem 10-Punkte-Plan:

  • Jährliches BürgerForum für Jung und Alt im Wechsel (Punkt 10)

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Interkulturelle Projekte und Kooperationen fördern
  • Empowerment-Formate für unterrepräsentierte Gruppen
  • Mehrsprachige Informationen und kultursensible Ansprache

7.7 Zukunftsfaktoren: Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Nachhaltigkeit und Digitalisierung verändern auch das Engagement. Diese Trends sollen aktiv aufgegriffen werden. Nachhaltigkeit steht hier auch für Prozesse zu verstetigen und damit nach­haltig zu machen.

Empfehlungen aus dem 10-Punkte-Plan:

  • Digitale Vernetzungs-App (Punkt 9)
  • Klimawandel als Thema eines BürgerForums (Punkt 10)

Zusätzliche Möglichkeiten:

  • Fortbildungen und Qualifizierungen für Zukunftsgestaltung durchführen
  • Vermittlung von Medienkompetenz und Zugang zu Technik
  • Förderung von Klima- und Umweltengagement
  • Ausbau digitaler Beteiligungsmöglichkeiten

8. Schlusswort und Ausblick

Die vorliegende Engagement- und Beteiligungsstrategie ist ein Zukunftsprojekt für Umkirch – ein Ausdruck des gemeinsamen Willens, das Miteinander aktiv zu gestalten, bürgerschaftliches Engage­ment zu stärken und Beteiligung zu fördern. Sie ist zugleich Einladung und Auftrag an Politik, Unternehmen, Verwaltung, Vereine, Initiativen und alle Bürger:innen, sich einzubringen und ge­meinsam Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.

Der Weg zur „Sorgenden Gemeinschaft“ ist ein dynamischer Prozess, der Offenheit, Dialogbereit­schaft und Mut zur Veränderung erfordert. Diese Strategie bildet den Rahmen für die kommenden Jahre – sie wird wachsen, sich weiterentwickeln und durch die Menschen in Umkirch mit Leben gefüllt.

Ein kontinuierlicher Austausch über Ziele, Erfahrungen und neue Herausforderungen ist dabei essenziell. Deshalb wird empfohlen, die Umsetzung regelmäßig zu reflektieren, zu evaluieren und in enger Abstimmung mit lokalen Akteur:innen weiterzuentwickeln.

Gemeinsam kann Umkirch auf dem Weg zu einer engagierten, offenen und zukunftsorientierten Gemeinde sich weiterentwickeln – getragen von Vielfalt, Solidarität und dem Willen zur Mitge­staltung.

16. Juli 2025